Die Partnergemeinde von Wershofen

Gyöngyöstarján

Wershofen


Zwischen der Eifelgemeinde Wershofen und Gyöngyöstarjan in Ungarn liegen zwar etwas mehr als 1200 Kilometer aber dennoch sind sie jetzt näher zusammengerückt.
Bei der Auswahl des ungarischen Partnerortes hatte Wershofen Unterstützung vom rheinlandpfälzischen Innenministerium für internationale Beziehungen aus Ungarn.
Dadurch das der Wershofener Sportflugverein in der Nähe des Ortes Gyöngyöstarjan ca 80 Kilometer östlich der Hauptstadt Budapest in den Vorjahren Ferienflugwochen verbracht hatten, konnten mit der ungarischen Gemeinde erste Kontakte aufgenommen werden.

Die Präsentation von der Gemeinde Gyöngyöstarján

Unsere Siedlung befindet sich am südlichen Rand des höchsten Gebirgszugs Ungarns (Mátra Gebirge) und hat 2505 Einwohner. Sie ist eine Spätbronzezeitsiedlung. 3 km von der Gemeinde entfernt befinden sich vulkanische Gipfel (der 707 Meter hoch Világos und der 812 Meter hoch Tóthegyes) mit dichten Wäldern und bedeutendem Wildstand.

Die erste schriftliche Erinnerung der Gemeinde stammt aus dem Jahre 1275. Der Name der Gemeinde weist darauf hin, dass sie das Gut eines der größten Stammes des Landes (Tarján) war.

Das Siegel der Gemeinde ist aus 1571, es rechnet als das älteste Siegel im Komitat Heves.
Sowohl das Siegel als auch das Wappen gehen aus der Sankt Hubert-Legende. Von 1461 bis 1570 bekam die Gemeinde den Marktflächenstand als Gabe von König Matthias.

Sie verfügte über entwickelter Industrie und Landwirtschaft.
Sie hatte einen Lignitbergwerk, eine Ton-, Sand- und Steingrube, eine Ziegelfabrik, einen Bierbrauer, eine Sauggas- und Wassermühle.
Die Weinkunde der Siedlung ist auch heute sehr berühmt. Der bedeutende Teil der Einwohner beschäftigt sich mit dem Weinbau. Vier Kommanditgesellschaften beschäftigen sich mit dem Weinverkauf . Die meisten Winzer verkaufen Ihren Weine (feinster Qualität) selber.

General Samuel Haller ließ den uralten Keller der Gemeinde zwischen 1736 und 1746 mit französischen Kriegsgefangenen bauen.
Der Keller war damals 192 m lang, heute ist er schon 540 m lang und die Nebenräume sind etwa 200 m lang. Dies ist der längste Keller in Mittel-Europa.

Aus den von den französischen Kriegsgefangenen ausgegrabenen Steinen des Kellers wurde direkt neben ihm die römisch-katholische Kirche zwischen 1747 und 1783 gebaut. Die Restauration ihrer originellen Fresken wird zur Zeit durchgeführt.

Folgende berühmte Ausflugsorte die sehr populär sind, sollte man kennen lernen:
- Fajzat-puszta, die in den 1200-er Jahren der Besitz eines rot gekleideten Mönchordens war, und später als Jesuitenbesitztum funktionierte. In diesem wunderbaren englischen Park befindet sich eine wunderschöne Kurie, wo es noch ein Gasthaus für 26 Personen und darunter einen etwa 70 m langen Weinkeller mit vorzüglichem Klima gibt.
- Jagdschloss in Sósirét, das 1926 als der Besitz von Baron Nikolaus Borhy gebaut wurde.
Heutzutage ist dieser Ort als Naturschutzgebiet registriert und im Schloss funktioniert ein
Hotel für 50 Personen.
Das kommerzielle Niveau des Dorfes übersteigt den Landesdurchschnitt beiweitem . Der Handel ist bekannt für seine Gastfreundschaft. Der Ort ist ausgestattet mit moderner Straßenbeleuchtung, Telefon- und Kabelfernsehernetz .Die Gemeinde ist kanalisiert und hat eine eigene Kläranlage. Im Ort gibt es eine eigene Schule sowie Kindergarten, Bibliothek, Apotheke ärztliche und zahnärztliche Versorgung für Kinder und Erwachsene.


Im Jahre 2001 besuchte eine Abordnung aus Wershofen Gyöngyöstarjan. Von Bonn aus ging die Bahnfahrt über Passau – Wien nach Budapest, von hier mit einem Bus zum Zielort der Reise Gyöngyöstarjan den die Gruppe nach 14 Stunden Fahrzeit erreichte. Am Folgetag wurde unsere Gruppe auf dem Flugplatzgelände von den Gemeindevertretern unter der Leitung von Bürgermeister Peter Szamosvölgyi auf das herzlichste begrüßt.

Wershofen besiegelte Partnerschaftsvertrag mit der ungarischen Gemeinde Gyöngyöstrajan

Um die neu gegründete Partnerschaft zu besiegeln, hatte sich im Jahre 2002 die Delegation, angeführt von Bürgermeister Peter Szamosvölgyi auf den Weg in die Eifel gemacht. Bei ihm waren neben anderen (Nagy Károly (Vizebürgermeister), Dr. Petrovics Antal (dritter Bürgermeister) sowie Dobre Lajos (Schulleiter) und die Deutschlehrerin Kissné Matin Eva, die als Dolmetscherin zur Verfügung stand. Ortsbürgermeister Erwin Raths begrüßte weiter unter den Gästen Pfarrer Dr. Franz Kenez (Pfarrer von 1965 bis 1979 und Ehrenbürger von Wershofen), Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes , Landtagsabgeordneter Walter Wirz und die ortsansässigen Vereine. Mit der Beurkundung der Gemeindepartnerschaft wurde eine Ebene geschaffen, die in den kommenden Jahren mit Leben erfüllt werden soll.


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