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Großes Flugplatzfest auf dem Segelflugplatz Wershofen 6. -7. September 2008

Die Anfänge des Vereins

Begonnen hatte alles am 15. November 1952. An diesem Tag wurde die Segelfliegergruppe Wershofen gegründet. Die Männer der ersten Stunde waren Otto Betzner, Karl Brenner, Alfred Müller, Herbert Müller und Erich Müller. Keiner von diesen hatte die Mühen, Schwierigkeiten und Opfer vorhersehen können, die notwendig waren, um den Verein so aufzubauen, wie er sich heute darstellt.

Das erste Segelflugzeug, an dessen Bau sich die "Jungflieger" gaben, war der Schulgleiter SG 38, das zu dieser Zeit gebräuchlichste Segelflugzeug. Durch das Gummiseil wurde das Flugzeug einem Katapult ähnlich auf 8 bis 10 Meter hochgeschossen, um diese Höhe dann talwärts abzugleiten. Dabei waren die Flieger vom ersten Start an mehr oder weniger auf sich alleine gestellt, erfahrene Fluglehrer am Doppelsteuer gab es nämlich noch nicht. Geübt wurde auf einem etwas erhöhten Bock unter den kritischen Augen der anderen Kameraden.
Wenn es dann zum ersten Gummiseilstart kam, wurden notwendige Korrekturen durch lautes Zurufen vom Boden aus veranlaßt. Nach jeder Landung mußte dann natürlich das hölzerne Gerät wieder per Hand den Berg hinauftransportiert werden...

Mit dem Heranwachsen der fleißigen Truppe begann man dann im Herbst 1953 mit dem Bau eines neuen Segelflugzeuges, dem "Specht". Außerdem wurde nebenher noch eine Startwinde gebaut, so daß die nächsten Starts an der Winde absolviert werden konnten. Unterstützt wurden die Wershofener Piloten damals von den Fliegerfreunden aus Leverkusen, die nicht nur ihr besseres Fluggerät, sondern auch ihre Fluglehrer zur Verfügung stellten, so daß allmählich sich ein eigener Fluglehrerstamm entwickeln konnte, durch den sich die SFG Wershofen dann fliegerisch selbstständig weiterentwickeln konnte.
Nach dem Specht wurden noch einige weitere Flugzeuge, darunter einer der ersten Motorsegler in Rheinland-Pfalz, in eigener Regie gebaut. Die fortschreitende Entwicklung im Flugzeugbau zwang den Verein dann jedoch bald, auf fertige Segelflugzeuge zurückzugreifen.

Natürlich galt es aber auch, eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. So entstand im Jahre 1955 der erste Flugzeughangar. Hinzu kamen ein Clubraum, eine Garage fuer die Winde sowie eine eigene Werkstatt und ein Tower. Im Jahre 1978 wurde eine weitere Flugzeughalle errichtet, die der Akaflieg Köln dienen sollte. Strom- und Wasserversorgung folgten.

Das, was alles geschaffen worden ist, ist vor allem den Gründungsmitgliedern Karl Brenner und Otto Betzner zu verdanken, die beide anläßlich der Feier zum 40-jährigen Vereinsjubiläum zum Ehrenmitglied ernannt wurden. Karl Brenner war bis zu seinem Tod im Jahr 2000 auch als Vorstandsmitglied aktiv.

www.segelflug.de

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